Hoffnungslosigkeit erfolgreich überwinden

In der aktuellen Covid-Krise verbreiten sich psychische Erkrankungen und Depressionen immer schneller. Häufig sind ihre Ursachen in Hoffnungslosigkeit begründet. Charakteristisch für den Zustand ist eine starke Verengung der Sichtweise. Betroffene haben das Gefühl, dass ihnen keinerlei Möglichkeiten mehr bleiben, um sinnvoll zu handeln. Hinzu kommt die subjektive Überzeugung, sich selbst nicht wieder aus der Misere ziehen zu können. Wie überwindet man solche Situationen?

Das Leben vor Corona war natürlich auch nicht immer das Paradies. Doch jetzt prasseln die Probleme noch viel schneller auf uns alle ein. Wer zum Beispiel kurz vor der Krise auf Stellensuche war, der wird seit einem Jahr Schwierigkeiten haben etwas zu finden. Kontaktsperren verhindern die Pflege von Freundschaften, Singles fehlt es an einem emotionalen Rückzugsort. Das Homeoffice lässt uns vereinsamen. Die Lage ist für Kinder eine Katastrophe. In einer solchen Zeit ist es normal, dass ich ein Gefühl einstellt, bei dem die Menschen meinen ihre Optionen seien allgemein sehr eingeschränkt. Doch dieses Gefühl ist subjektiv und lässt sich beeinflussen.

Bewerten Sie Ihre Hoffnungslosigkeit auf einer Skala

Hilfreich ist es im ersten Schritt die eigene Hoffnungslosigkeit auf einer Skala zu bewerten. Am besten mehrmals am Tag. Sie werden sehen, dass sich die Stimmung stündlich ändern kann. Das heißt offensichtlich, die Intensität ist grundsätzlich beeinflussbar. Der Regler dafür befindet sich direkt in Ihrem Kopf.

Definieren Sie Ihre Ziele neu

Jeder von uns hatte in der Jugend Träume und Ziele, von denen sich später kaum welch erfüllt haben. Das ist völlig normal im Leben. Wir haben gelernt damit umzugehen. Vor der Pandemie hatten wir ebenfalls „Pläne“ über fürs Leben: Freunde treffen, frei sein, reisen usw. Waren dies jedoch die einzigen Dinge im Leben, die glücklich machen? Oder gibt es auch andere Möglichkeiten, wie zum Beispiel: malen, Musik hören, lesen, wandern?

Versuchen Sie Ihre Pläne der aktuellen Situation anzupassen. Es finden sich mehr als genug Optionen für erfüllende Aktivitäten. Durch sie werden Sie schon bald wieder das Gefühl bekommen etwas mehr Kontrolle zurückzugewinnen.

Lernen Sie aus der Vergangenheit

Jeder hat in seinem Leben schon Phasen gehabt, in denen die Dinge so schwer wogen, dass sie kaum zu ertragen waren. Die Eltern sterben, man wird verlassen, die Arbeit geht verloren, Freundschaften zerbrechen wegen einer dummen Streiterei. All diese Dinge passieren und fühlen sich furchtbar an. Allerdings sollten Sie sich auch gewiss sein, dass die Intensität wieder abnimmt. Unser Gehirn schützt uns und kümmert sich von ganz alleine darum. Auch in der jetzigen Zeit kann es das tun. Man muss nur darauf vertrauen und es zulassen.

Meditation und Achtsamkeit

Erinnern Sie sich an eine Situation, wo Sie einst sehr glücklich waren. Jeden von uns durchfährt dabei ein gutes Gefühl. In der buddhistischen Lehre wird genau dieses Gefühl bei der Meditation eingefangen und über lange Zeit aufrechterhalten. Meditieren Sie für ein paar Minuten mit dem Ziel, dass Sie den Zustand diesen Glücklichseins permanent in sich tragen. Machen Sie dies täglich mehrmals. Es wird negative Denkmuster verdrängen und Ihren allgemeinen Zustand wieder deutlich verbessern.