Die Psychologie von Escape Room Events

Man wird mit einer Gruppe von Personen in einen verschlossenen Raum eingesperrt. Das könnten Angehörige sein, Freunde, Kollegen oder ganz fremde Personen sein. Es wird ein Zeitlimit von möglicherweise 60 Minuten aufgestellt und dann heißt es: Finden Sie den Weg nach draußen. So lautet das Grundprinzip vom Escape Rooms. Ach ja, vielleicht sollte man noch erwähnen, dass Sie in diesem Zeitraum unzählige Rätsel lösen müssen, zu denen sich versteckte Hinweise im Raum befinden. Nur wer diese knackt, der kann es raus schaffen. Wir schauen uns an, wie das funktioniert und welche psychologischen Effekte sich dabei abspielen.

Herzklopfen ist garantiert, so der Experte vom Escape Room München, siehe hier: exittheroom.de. In ihren Räumlichkeiten machen sich seit längerer Zeit bunt zusammengesetzte Teams daran aus dem Raum zu entkommen. Die Resonanz ist riesig. Private Events, Firmen, Junggesellenabschiede – überall ist diese spannende Veranstaltung heiß begehrt. Warum nur?

Welche Emotionen spielen sich im Escape Room ab?

Es wäre viel zu einfach gedacht den Escape Room darauf zu reduzieren, dass dort gebastelt und geknobelt werden darf, wie im Hobbykeller. Wie schnell Emotionen von Menschen Besitz ergreifen, das sieht man immer wieder beim Fußball, wenn die Menge schreit, weint oder jubelt. Da passiert auf jeden Fall deutlich mehr. Ähnlich läuft das hier.

Überlebensmodus – AN

Gute Escape Rooms sind immer so angelegt, dass die Besucher in eine Story hineingeworfen werden. Das heißt, man legt eine emotionale Basis und liefert ein Hintergrundszenario. Viele Requisiten stehen herum, die aufeinander abgestimmt sind. Sie alle erzählen eine Geschichte. Irgendwann ist das Gehirn fest davon überzeugt, dass die Gefahr real ist und man entkommen muss. Nach kurzer Zeit schon kommt es zu immensen Adrenalin-Schüben. Teilnehmer erleben intensivste Gefühle, die man sie nur bei großer Gefahr in sich trägt. Für viele ist das neu, weil sie nicht in Berufen arbeiten wie zum Beispiel die Polizei.

Kreativität und Denkflexibilität

Die Spiele und Rätsel im Escape Room machen es nötig, dass man mehrfach um die Ecke denken muss. Es werden Assoziationen gebildet, auch ein bisschen Logik usw. muss eingesetzt werden. Zahlreiche verschiedene Fähigkeiten der Kognition werden angesprochen. Aus diesem Grund ist es häufig so, dass gerade die Team-Arbeit erfolgreich macht. Weil meist jeder der Anwesenden einen speziellen Beitrag leisten kann, entsprechend der vorhandenen Talente. Die sind unterschiedlich verteilt. Das ist aber nicht alles. Mit Hilfe des Zeitdrucks, wird ein besonderer Effekt im Kopf ausgelöst, der das Gehirn wie wahnsinnig rotieren lässt. Jedes erfolgreich gelöste Rätsel löst eine unvergleichliche Euphorie aus.

Selektive Wahrnehmung

In einem Raum voller Dinge könnten einige nützlich sein, während andere nur zur Ablenkung da sind. Man merkt sofort den Effekt, wenn ein Rätsel einen Hinweis gibt, in welche Richtung sich die Sache entwickelt. Plötzlich fängt man an im großen Chaos ganz klar die Dinge zu sehen, die für die Lösung möglicherweise eine Rolle spielen könnten.

Fazit

Ein Escape Room Event bringt den Menschen an die Grenzen. Der Zeitdruck macht die Sache besonders intensiv, weil er als Verstärker für alle anderen Gefühle fungiert. Kein Wunder also, dass die Besucher den Anbietern auch von außen die Türen einrennen.