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7 Basisemotionen – ANGST

Die Augenbrauen werden nach oben gezogen und verkrampfen sich zur Mitte hin.

Die Stirn runzelt sich dadurch, insbesondere am mittleren Teil der Stirn.

Die Augen werden aufgerissen, so dass sich das obere Augenlid anhebt.

Die unteren Augenlider spannen sich an.

Wenn die Angst intensiver wird, dann ziehen sich die Mundwinkel nach unten.

Kennzeichnend für Angst ist, dass sich die Muskeln anspannen bzw. verkrampfen. Man sagt nicht umsonst, dass Menschen „vor Angst erstarren“.

Angst ist eine Emotion, die sich meist einstellt, wenn wir physisch bedroht werden, wo unser Leben in Gefahr ist. Leider neigt der Mensch aber auch dazu, unwichtige Dinge zu wichtigen zu machen und empfindet auch Angstzustände vor Prüfungen oder vor Auftritten vor Fremden.

Indem unser Gehirn eine Situation als Gefahr bewertet, verändern sich die körperlichen Abläufe. Es kommt zu einer Ausschüttung von Adrenalin und damit zu einem erhöhten Herzschlag. Die Haut und die inneren Organe verengen sich. Um auf mögliche Verletzungen vorbereitet zu sein, verdickt sich das Blut. Die Muskeln spannen sich an und werden besser durchblutet u.v.m. Die Reaktionswege im Gehirn werden verkürzt, so dass wir teilweise instinktiv reagieren, anstatt lange zu überlegen.

Auf ängstigende Situationen reagiert der Mensch normalerweise mit drei Verhaltensweisen: Erstarren, Flucht oder Angriff. Dadurch kommt es zu den sogenannten Erstarrungs-, Flucht- und Angriffsgesten. Unsere Gesellschaft erwartet normalerweise, dass wir unsere Ängste unterdrücken und sie nicht öffentlich zeigen. In solchen Fällen versuchen kommt es meist zu unbewussten Beruhigungsgesten, die sich meist daran erkennen lassen, dass wir uns in der einen oder anderen Form selber streicheln oder massieren: Nase kratzen, Nacken massieren, an der Halskette herumspielen usw.

Die körperlichen Symptome treten immer intensiver ein, je aussichtsloser ein Entrinnen aus der Gefahrensituation wird. So lange die Möglichkeit eines Ausweges vorhanden ist, bleibt das Angstlevel niedriger. Aber auch hier gibt es Unterschiede, denn ob Menschen einen Ausweg sehen ist immer subjektiv. Nicht umsonst ist ein typisches Merkmal der Depression, dass die Menschen das Leben so empfinden, als wären sie in ihren Problemen gefangen, ohne die Chance daran etwas zu verändern.