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7 Basisemotionen – VERACHTUNG

Bei einer leicht ausgeprägten Form der Verachtung oder des Missfallens, hebt sich der Mundwinkel auf einer Seite. Ursache ist eine Verspannung der Muskeln, wie sie bei negativen Gefühlen üblicherweise auftritt. Das Gesicht ist asymmetrisch verzogen.

Bei höherer Intensität hebt sich auch die Oberlippe einseitig, wodurch sich dann die Nase auf der gleichen Seite rümpft.

Manchmal öffnet sich noch der Mund durch das einseitige Heben der Oberlippe.

Verachtung ist ein Gefühl der Geringschätzung, bei dem man etwas oder jemanden als minderwertig oder als unterlegen betrachtet.

Paul Ekman hatte das Gefühl der Verachtung anfänglich dem Ekel zugeordnet. Daher gab es zunächst nur 6 Basisemotionen. Später kam er zu der Überzeugung, dass es zu unpräzise wäre beide Emotionen in die gleiche Gefühlskategorie einzugruppieren. Ekel deutet auf eine starke Abneigung oder einen intensiven Wiederwillen hin. Er ist von der Natur als Schutzfunktion gedacht, weil es uns zum Beispiel davon abhalten soll übelreichende, verdorbene Nahrung zu uns zu nehmen. Verachtung dagegen hat keine Schutzfunktion, sondern ist nur ein Signal unseres Missfallens oder der Überheblichkeit .

Der mimische Ausdruck ist dem des Ekels nahezu gleich, nur dass beim Ekel beide Seiten des Gesichts symmetrisch bewegt werden. Diese anatomische Ähnlichkeit war auch der Grund, warum beide Emotionen am Anfang als gleich behandelt wurden.

Das Gefühl der Verachtung ist eines der Ausdrücke, das man im Alltag sehr häufig sehen kann. Meistens tritt es auf, wenn jemandem ein Vorschlag, ein Angebot oder eine erhaltene Information nicht gefällt. Erkennbar wird dies meist nur durch ein kurzes Zucken am Mundwinkel. Gut zu beobachten ist es im Geschäftsleben, wenn man an Besprechungen teilnimmt, bei denen stark unterschiedliche Meinungen aufeinanderprallen.

Wenn man versucht das Gefühl nachzustellen, dann zeigt es sich meist, dass es auf der einen Seite leichter funktioniert als auf der anderen. Das liegt daran, dass wir diesen Ausdruck meistens selber häufiger zeigen, als uns bewusst ist. Wir tun das auf der Seite, auf der sich die Bewegung leichter ausführen lässt.